Das Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel trägt den Namen eines der bedeutendsten Hessen überhaupt und es ist immer wieder überraschend, welche Leistungen in welcher Vielfalt dieser junge Mann – realistisch denkend und idealistisch zugleich – in der Zeit des im frühen 19. Jahrhundert doch längst überfälligen Umbruchs erbracht hat:

Als Autor des „Woyzeck“, von „Dantons Tod“, „Leonce und Lena“ und der Erzählung „Lenz“ markiert Büchner den Beginn der deutschsprachigen Moderne. Der Revolutionär Büchner ist zusammen mit dem Butzbacher Pfarrer Weidig der Verfasser des „Hessischen Landboten“. Diese wortmächtige Flugschrift steht in der radikal-demokratischen Tradition der Bürger- und Menschenrechte aus der Französischen Revolution und erkennt in den unterdrückten Bauern das Potential für die Ablösung des kleinstaatlichen Despotismus durch eine freie und gerechte staatliche Einheit Deutschlands, für die in den deutschen Revolutionen 1848, 1918 und 1989 letztlich doch noch erfolgreich gekämpft wurde.

Hessen und Deutschland, aber auch Europa hat dem jungen Büchner sehr viel zu verdanken; daran erinnern wir am Georg-Büchner-Gymnasium sehr gerne!

Bleistiftzeichnung von
Jean-Baptise Alexis Mustion
(1810-1888)

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